
Vor 25 Jahren, am 27. Mai 1997, wurde in Paris die Nato-Russland Grundakte unterzeichnet. Sie war eine entscheidende vertrauensbildende Massnahme. Durch vertiefte Zusammenarbeit zwischen Russland und der Nato sollte gewährleistet werden, dass nach dem Ende des Kalten Krieges keine neuen Spannungen auftreten.
Das Bild vom damaligen Nato-Generalsekretär Javier Solana, rechts, und dem russischen Aussenminister Evgeny Primakov entstand am 14. Mai 1997 in Moskau. Zwei Tage lang hatten die beiden verhandelt, um sich noch über die letzten Feinheiten des Vertrages zu verständigen.
Zu den wichtigsten Grundsätzen gehörte der «Verzicht auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegeneinander oder gegen irgendeinen anderen Staat, seine Souveränität, territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit» sowie die «Achtung der Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Unversehrtheit aller Staaten sowie ihres naturgegebenen Rechtes, die Mittel zur Gewährleistung ihrer eigenen Sicherheit sowie der Unverletzlichkeit von Grenzen und des Selbstbestimmungsrechts der Völker selbst zu wählen». All das zielte auf die Schaffung freier Marktwirtschaften und deren Schutz sowie die Mitwirkung an Konfliktverhütungen durch die Vertragsparteien unter dem Dach und der Verantwortung des UNO-Sicherheitsrates.
Das Bild von Solana und Primakov erinnert an Zeiten, in denen die produktive Kraft von Sympathie und Vertrauen dominierte. (Foto: Keystone/EPA/Yuri Kadobnov)