
Auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf prallt ein Airbus 320 der Lufthansa-Tochter «Germanwings» in den französischen Alpen bei Digne-les-Bains gegen einen Berhang. 150 Menschen sterben. Das war vor zehn Jahren, am 24. März 2015. Laut dem Untersuchungsbericht hatte sich der Co-Pilot Andreas Lubitz im Cockpit eingeschlossen und den Piloten ausgeschlossen. Bewusst steuerte er die Maschine gegen einen Berg, um Suizid zu begehen. Der Vater des Co-Piloten bestreitet dies.
Zum Jahrestag des Unglücks wird jetzt die Theorie aufgestellt, dass alles ganz anders sein könnte. Ein österreichischer Luftfahrtexperte schliesst nicht aus, dass ein technischer Defekt für die Katastrophe verantwortlich ist. Auch der Vater des Co-Piloten hält an dieser Theorie fest. Es sei nicht bewiesen, dass sich sein Sohn im Cockpit eingeschlossen habe. Lubitz sei zum Zeitpunkt des Absturzes nicht Suizid-gefährdet gewesen.
Erwiesen ist jedoch, dass der 27-jährige Co-Pilot psychische Probleme hatte und sich in Behandlung befand. Unter anderem befürchtete er zu erblinden. Im Internet recherchierte er Suizid-Möglichkeiten. DNA-Spuren beweisen, dass er sich während des Crashes im Cockpit befand. In seinem Körper wurden Reste von Psychopharmaka gefunden. In seiner Wohnung wurde das Antidepressivum Mirtazapin sichergestellt.
Die Staatsanwaltschaft und die französischen Ermittler bezeichnen Berichte über einen technischen Defekt als «Verschwörungstheorie».