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Peru

Die ewige Kandidatin

Keiko Fujimori
Keiko Fujimori am Donnerstag in Lima (Keystone/AP/Rodrigo Abd)

Schafft sie es nun doch endlich? Keiko Fujimori, die hartgesottene Populistin und Vertreterin der korrupten lateinamerikanischen Rechten, hat Chancen, heute neue peruanische Präsidentin zu werden. Schon dreimal hatte sie es versucht, das letzte Mal scheiterte sie nur knapp. 

Keikos Vater, der frühere Präsident Alberto Fujimori, der in Korruptionsskandale verwickelt war und dem schwerste Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wurden, starb vor knapp zwei Jahren. Er sass 16 Jahre im Gefängnis.

Peru ist eines der politisch instabilsten Länder Lateinamerikas. Innerhalb von zehn Jahren hatte das Land neun Präsidenten. Fujimoris Gegner in der heutigen Stichwahl ist Roberto Sánchez Palomino, der wenig bekannte Kandidat der linken Allianz «Juntos por el Peru» (Gemeinsam für Peru). Der ehemalige Psychologe gilt als sehr moderat.

Roberto Sánchez
Roberto Sánchez am Freitag in Lima (Foto: Keystone/EPA/EFE/Paolo Aguilar)

Würde er gewählt, hätte er es schwer, denn im Parlament müsste er gegen die dominierenden konservativen Kräfte der Fujimori-Anhänger politisieren.

Aussenpolitisch würde Sánchez vermutlich mit der linken mexikanischen Präsidentin, Claudia Sheinbaum, und dem linken Präsidenten in Brasilien, Luiz Inácio Lula da Silva, zusammenarbeiten. Fujimori hingegen, so vermuten Beobachter, steht dem Argentinier Javier Milei, dem rechten Ekuadorianer Daniel Noboa und Donald Trump nahe. 

Die jetzt 51-jäjhrige Keiko Fujimori hatte sich nie wirklich von den verbrecherischen Tätigkeiten ihres Vaters distanziert. Alberto Fujimori war vorgeworfen worden, 300'000 arme Indio-Frauen ohne ihr Wissen zwangssterilisiert zu haben. Keiko bezeichnete dies beschönigend als «Geburtenplanung».

Alberto Fujimori war 1990 bis 2000 Präsident von Peru. Er regierte fast diktatorisch, hatte das Parlament entmachtet und liess die Sicherheitskräfte mit brutaler Härte gegen sogenannt subversive linke Kräfte vorgehen. Wer nicht für ihn war, galt als Terrorist.

Im ersten Wahlgang am 12. April hatte Keiko Fujimori mit gut 17 Prozent am meisten Stimmen erhalten.  Sánchez kam auf gut 12 Prozent. 36 Kandidaten und Kandidatinnen  hatten sich zur Wahl empfohlen.  

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