Alte Bücher, neu besprochen [33]
Urs Bitterli

Oswald Spengler - Der Untergang des Abendlandes (1922)

"Jede Kultur durchläuft die Altersstufen des Menschen"

Von Urs Bitterli

Der Grundgedanke von „Untergang des Abendlandes“ ist leicht zu fassen; aber das Buch ist so reich an ausgedehnten Kenntnissen, gewagten Behauptungen und verführerischen Einsichten, dass eine Zusammenfassung auf kurzem Raum schwierig ist.(Mehr...)

ALTE BÜCHER – NEU BESPROCHEN [32]
Urs Bitterli

Ivo Andrić - Die Brücke über die Drina (1945)

Die balkanische Chronik eines grossen Humanisten

Von Urs Bitterli

Die Brücke, die in Visegrad als Verbindung zwischen christlichem Abendland und islamischem Orient gebaut wurde, ist Hauptperson einer 400 Jahre umfassenden literarischen Chronik.(Mehr...)

ALTE BÜCHER – NEU BESPROCHEN [31]
Urs Bitterli

Wladyslaw Szpilman - Der Pianist (1946)

Ein Bericht aus dem besetzten Polen, der auf Englisch zum Bestseller wurde

Von Urs Bitterli

Niemand, der das Buch gelesen hat, wird diese Episode je vergessen. Der Berichterstatter, ein Jude, der dem Getto entkommen ist und sich vor den feindlichen Besatzern in Warschau versteckt hat, wird, halb verhungert, von einem deutschen Offizier entdeckt.(Mehr...)

ALTE BÜCHER – NEU BESPROCHEN [30]
Urs Bitterli

Curzio Malaparte – Technique du coup d’État (1931)

Zeitgeschichtliche Beobachtung und Drang zur Grösse

Von Urs Bitterli

Malapartes Werk ist ein Spiegel seiner schillernden Persönlichkeit. Schreibend ergründet er Mechanismen der Macht. Doch trotz der analytischen Distanz erliegt er den Verführungen kriegerischer und totalitärer Ideologien.(Mehr...)

Alte Bücher, neu besprochen [29]
Urs Bitterli

Vercors - Le Silence de la mer (1942)

Dass Frankreich den Glauben an sich selbst wiedergewinnt

Von Urs Bitterli

Hätte Jean Bruller, alias Vercors, der Verfasser von „Le Silence de la mer“ (dt. „Das Schweigen des Meeres“, 1947), nicht dieses Buch geschrieben, wäre sein Name heute völlig vergessen.(Mehr...)

ALTE BÜCHER – NEU BESPROCHEN [28]
Urs Bitterli

John le Carré - "The Spy who came in from the Cold" (1963)

Erinnerung an den Kalten Krieg und die Berliner Mauer

Von Urs Bitterli

Es gibt kein Buch, in dem das Klima des Kalten Krieges besser und bedrückender erfasst wird, als in John Le Carrés "Der Spion, der aus der Kälte kam". Es wurde zum Bestseller und ist bis heute das bekannteste von den vielen erfolgreichen Büchern des Autors geblieben.(Mehr...)

ALTE BÜCHER – NEU BESPROCHEN [27]
Urs Bitterli

George F. Kennan - Memoirs 1925-1950 (1967)

Erfahrungen und Einsichten eines herausragenden US-Diplomaten

Von Urs Bitterli

Die Erinnerungen des amerikanischen Diplomaten George F. Kennan an seine Missionen in Europa und in Moskau vor und nach dem 2. Weltkrieg sind zu Klassikern der zeitgeschichtlichen Literatur geworden. Sie sind auch ein Vorbild an historischer Analyse und stilistischer Brillanz.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen [26]
Urs Bitterli

Françoise Sagan - Bonjour Tristesse (1954)

Dokument des kulturellen Wandels Frankreichs

Von Urs Bitterli

Der Roman handelt auf den ersten Blick von einer verwickelten Liebesbeziehung mit tragischem Ende. Tatsächlich aber markiert er einen kulturellen Epochenbruch Frankreichs.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen [25]
Urs Bitterli

T.E. Lawrence - The Seven Pillars of Wisdom (1926)

"Lawrence of Arabia"

Von Urs Bitterli

Die Geschichte des britischen Empire ist reich an bedeutenden und eigenwilligen Persönlichkeiten. Eine der schillerndsten Figuren ist Thomas Edward Lawrence, der während des Ersten Weltkriegs im Vorderen Orient den Aufstand der Araber gegen das Osmanische Reich organisierte.(Mehr...)

ALTE BÜCHER – NEU BESPROCHEN [24]
Urs Bitterli

Hermann Hesse - Der Steppenwolf (1927)

Vom Aussenseiter zum Bestsellerautor

Von Urs Bitterli

Hermann Hesse verstand sich als Fremder in der Gesellschaft, als Aussenseiter. Aber seine Bücher fanden und finden zahlreiche Leser(Mehr...)

ALTE BÜCHER – NEU BESPROCHEN [23]
Urs Bitterli

Bertrand Russell - The Autobiography (1967-1969)

Radikal unabhängiger Wissenschafter, Denker, Friedensaktivist

Von Urs Bitterli

Zu den wichtigsten Lebensberichten des 20. Jahrhunderts gehört die Autobiografie, die der Engländer Bertrand Russell zwischen 1967 und 1969 in drei Bänden erscheinen liess. Russell war dem Franzosen Voltaire in der skeptischen Unabhängigkeit seines Urteils und im selbstlosen Engagement für Wahrheit und Gerechtigkeit nah verwandt.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen [22]
Urs Bitterli

André Malraux - Les Conquérants (1928)

Abenteurer, Selbstdarsteller und Zeuge des Jahrhunderts

Von Urs Bitterli

An André Malraux schieden sich die Geister. Er gehörte zu den führenden Intellektuellen Frankreichs. In den Eroberern entfaltet er eine Art Typenlehre des politischen Verhaltens.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen [21]
Urs Bitterli

Joseph Roth – Radetzkymarsch

Chronik eines staatlichen Zusammenbruchs - Fiktion und Realität

Von Urs Bitterli

Es gibt Schriftsteller, die in ihrem Leben vom Leiden nie wegkommen und die doch ein Werk hinterlassen, das vielen Lesern ungetrübte Freude macht. Zu diesen Schriftstellern gehört Joseph Roth, Verfasser des berühmten Romans "Radetzkymarsch".(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen [20]
Urs Bitterli

Winston Churchill - The Second World War (1959)

Ohne Churchill hätte unsere Geschichte einen fatalen Lauf genommen

Von Urs Bitterli

Der 10. Mai 1940 ist ein wichtiges Datum in der europäischen Geschichte. An diesem Tag begann der „Blitzkrieg“ Hitler-Deutschlands gegen die Niederlande, Belgien und Frankreich. Mit atemberaubender Geschwindigkeit drangen die Panzer der Wehrmacht, unterstützt von den Sturzkampfbombern der Flugwaffe, ins Herz Frankreichs vor.(Mehr...)

ALTE BÜCHER – NEU BESPROCHEN [19]
Urs Bitterli

Primo Levi - Se questo è un uomo (1947)

Die nüchternen Aufzeichnungen eines jungen italienischen Juden über seine Erfahrungen in Auschwitz

Von Urs Bitterli

Primo Levi wurde als 24-Jähriger verhaftet und im Viehwagen nach Auschwitz deportiert. In unterkühlter Sprache beschreibt er die Realität des Tötens und den Prozess der Verrohung. Und doch ist er überzeugt, dass kein menschliches Erleben ohne Sinn ist.(Mehr...)

ALTE BÜCHER – NEU BESPROCHEN [18]
Urs Bitterli

Julien Benda - La trahison des clercs (1927)

Der Fall Dreyfus und das schwierige Verhältnis der Intellektuellen zur Politik

Von Urs Bitterli

In der Zwischenkriegszeit hat der französische Schriftsteller Julien Benda ein Buch über die Dreyfus-Affäre geschrieben und über die Rolle, die die Intellektuellen in dieser Affäre gespielt haben. Seine Untersuchungen haben - wenn auch nicht in jedem einzelnen Punkt - bis heute ihre Aktualität behalten.(Mehr...)

Alte Bücher, neu besprochen [17]
Urs Bitterli

Peter Bamm - Die unsichtbare Flagge (1952)

Trifft Frontsoldaten keine Schuld an den Kriegsverbrechen?

Von Urs Bitterli

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland eine Literaturgattung, die man „Landserromane“ nannte. Diese Romane erschienen in mehreren Folgen in den Illustrierten und erfreuten sich grosser Beliebtheit. Ihre Hauptfiguren waren deutsche Frontsoldaten.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen [16]
Urs Bitterli

George Orwell - Homage to Catalonia (1938)

Die Reportage über das Scheitern der spanischen Volksfront im Kampf gegen die Faschisten und wegen der Kämpfe in den eigenen Reihen

Von Urs Bitterli

Im spanischen Bürgerkrieg hatte die Linke gegen die faschistischen Putschisten unter General Franco keine Chance. Nach drei Jahren Krieg gingen die Kräfte der Volksfront unter - nicht nur, weil Francos Truppen von den Truppen Hitlers und Mussolinis unterstützt wurden, sondern auch wegen interner Kämpfe in der Linken. George Orwell hat den Krieg und diese Kämpfe beschrieben.(Mehr...)

Alte Bücher, neu besprochen [15]
Urs Bitterli

Karl R. Popper- The Open Society and its Enemies (1945)

Abrechnung mit Hegel und Marx

Von Urs Bitterli

In der Zeit des Kalten Krieges, als die Politiker noch anspruchsvolle Bücher lasen und der Freisinn noch eine starke politische Kraft war, galt das Buch Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (Bern 1957/58) von Karl Raimund Popper als Katechismus der freien westlichen Welt.(Mehr...)

ALTE BÜCHER - NEU BESPROCHEN [14]
Urs Bitterli

Heinrich Mann - Professor Unrat (1905)

Ein Blick in die Schulen der Weimarer Republik

Zu dem Zeitpunkt, da Heinrich Manns Professor Unrat erschien, 1905, stand das deutsche humanistische Gymnasium in hohem Ansehen.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen [13]
Urs Bitterli

Jean-Paul Sartre - Les damnés de la terre (1961)

"Unterdrückte Eingeborene - vereinigt euch!"

Von Urs Bitterli

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzte der Niedergang des europäischen Kolonialismus ein. Zwischen 1945 und 1960 erhoben sich vierzig Länder mit einer Gesamtbevölkerung von achthundert Millionen Einwohnern gegen die Kolonialherrschaft und gewannen ihre Unabhängigkeit.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen (12)
Urs Bitterli

Max Frisch - Tagebuch 1946-1949 (erschienen 1950)

Wie der Autor zum politischen Schriftsteller wurde

Von Urs Bitterli

Max Frischs Tagebuch 1946-1949 kann man auf verschiedene Weise lesen. Man kann es als Teilstück einer Autobiografie betrachten, das Einblick in Leben und Erlebniswelt eines bestimmten Individuums gibt. Man kann sich ferner kritisch mit dem Text auseinandersetzen und sich ein Urteil über Stil und literarische Qualität bilden.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen [11]
Urs Bitterli

José Ortega y Gasset - La rebelión de las masas (1929)

Eine Zeitdiagnose von bleibender Bedeutung

Von Urs Bitterli

Dieses Buch war einst ein Bestseller und ist heute nahezu vergessen, obwohl sein Thema, möchte man meinen, aktuell geblieben ist. Es trägt deutsch den Titel Aufstand der Massen und ist 1929 erstmals erschienen.(Mehr...)

Alte Bücher, neu besprochen (10)
Urs Bitterli

Raymond Aron - L'opium des intellectuels (1955)

Eine der bedeutendsten Streitschriften gegen den Kommunismus - und gegen Jean Paul Sartre

Von Urs Bitterli

Wer nach dem Zweiten Weltkrieg erwartete, es würde Frieden eintreten, sah sich getäuscht. Schon 1947 zeigte es sich, dass die alliierten Mächte England, die USA und die Sowjetunion nur durch den gemeinsamen Kampf gegen Hitler-Deutschland zusammengehalten worden waren. Mit dem Ende des Dritten Reiches zerfiel diese Notgemeinschaft, und die Periode des Kalten Krieges begann. Doch in einigen westlichen Ländern wurde die kommnistische Partei zum wichtigen Faktor.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen [9]
Urs Bitterli

Hannah Arendt - Eichmann in Jerusalem

Ein Bericht von der Banalität des Bösen (1964)

Von Urs Bitterli

Im Mai 1960 nahm der israelische Geheimdienst Mossad den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann in einem Vorort von Buenos Aires fest. Unter Hitler war Eichmann Leiter des für die Deportati-on der Juden zuständigen Referats des Reichssicherheitshauptamts gewesen. In dieser Eigenschaft war er für die systematische Ermordung von gegen sechs Millionen Juden in Konzentrations- und Vernichtungslagern verantwortlich.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen (8)
Urs Bitterli

Albert Camus - La Peste (1947)

Dieser Roman über Auflehnung und Widerstand wurde der erste grosse Bucherfolg des Weltautors

Von Urs Bitterli

Alles beginnt ganz harmlos, an einem Tag im Monat April, in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Schauplatz ist die algerische Hafenstadt Oran, hässlich, monoton, langweilig, mit Bewohnern, die ihren gewohnten Geschäften nachgehen.(Mehr...)

Alte Bücher - neu besprochen (7)
Urs Bitterli

D. H. Lawrence - Lady Chatterley's Lover (1960)

Sexualität, wie sie zuvor literarisch nie geschildert worden war

Von Urs Bitterli

Wenige Bücher der Weltliteratur haben eine so komplizierte und folgenreiche Entstehungs- und Wirkungsgeschichte wie „Lady Chatterleys Liebhaber“ von David Herbert Lawrence. Der Schriftsteller begann 1926 in Italien am Buch zu arbeiten und publizierte es zwei Jahre später als Privatdruck in Florenz. Das Werk wurde als sittlich anstössig empfunden und rief fast einhellige Ablehnung hervor.(Mehr...)

Alte Bücher – neu besprochen (6)
Urs Bitterli

"Weltgeschichtliche Betrachtungen" von Jacob Burckhardt (1905)

Das Werk des Basler Historikers handelt von seiner Sicht auf geschichtliche Grösse und seiner Fortschritts-Skepsis

Von Urs Bitterli

Dieses Buch, das berühmteste Werk eines Schweizer Historikers, ist in den späten sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts verfasst, aber erst im 20. Jahrhundert publiziert worden. Nach dem Willen des Autors, des Basler Professors Jacob Burckhardt, hätte diese Einführungsvorlesung für Studenten nach seinem Tod vernichtet werden sollen.(Mehr...)

Alte Bücher – neu besprochen (5)
Urs Bitterli

"The Quiet American" von Graham Greene (1955)

Ein Welterfolg des englischen Autors - mit prophetischen Zügen

Von Urs Bitterli

Der englische Schriftsteller Graham Greene war in seinem Leben viel unterwegs. Reportagen, Erzählungen, Tagebücher, autobiographische Aufzeichnungen berichten von seinen Reisen, und viele seiner Werke spielen in fremden Ländern: in Mexiko, Haiti, Kuba, Westafrika, Asien. Die Handlung seiner Romane ist fiktiv. Aber ihre Wirklichkeit ist jene der scharfsichtig beobachteten Zeitgeschichte, genauer: des Zerfalls der europäischen Kolonialherrschaft.(Mehr...)

Alte Bücher, neu besprochen [4]
Urs Bitterli

Charles de Gaulle, Mémoires de guerre. L’Appel 1940-1942 (1954)

Die Kolumne von Urs Bitterli

Von Urs Bitterli

Niemand, der den ersten Abschnitt dieses Buches im französischen Original gelesen hat, wird ihn je vergessen. Er beginnt so: „Toute ma vie, je me suis fait une certaine idée de la France.“ Und er endet mit dem Satz: „Bref, à mon sens, la France ne peut être la France sans la grandeur.“ So konnte sich im 20. Jahrhundert nur einer ausdrücken: Charles de Gaulle.(Mehr...)