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Kommentar21

B und B und B

30. September 2012

Was haben Blocher, Berlusconi und Umberto Bossi gemeinsam? Alle drei sind Populisten, ältere Herren und können nicht loslassen. Sie glauben, sie seien unentbehrlich. Blochers Partei geht es nicht gut. Ein Wahldebakel reiht sich ans andere. Blochers polarisierender Rumpel-Kurs kommt immer weniger an. Auch Berlusconi wurde davongejagt. Er hat sich der Lächerlichkeit preisgegeben und viel Schaden angerichtet. In Meinungsumfragen sackt er ab. Und Umberto Bossi? Seine Lega Nord hat Steuergelder veruntreut und seine Partei ruiniert. Doch die drei älteren Herren, 71, 72 und 76 Jahre alt, klammern sich an die Macht und stossen absonderliche Verschwörungstheorien aus. Bossi ist zwar zurückgetreten, aber er sieht sich noch immer als König. Die drei B’s verhöhnen ihre Gegner, beleidigen Andersdenkende und spalten das Land. Alle haben nicht gemerkt, dass der Mensch zwar das Polit-Spektakel eine Zeit lang liebt, doch im Grunde konstruktive Lösungen bevorzugt. „Ehret das Alter“, heisst es. Das ist gut so. Im Alter liegt viel Potential. Es gibt ältere Menschen, denen die Welt viel zu verdanken hat. Aber die drei B’s gehören nicht dazu. Zwängerei, Selbstüberschätzung und Selbstbeweihräucherung sind wenig ehrenwert. Die drei würden ihren Parteien und ihren Ländern einen Dienst erweisen, wenn sie endlich merkten, dass ihre Zeit abgelaufen ist. Es gibt in allen drei Parteien ehrenwerte Leute, die ihre skandalgeschüttelten Formationen wieder aufrichten könnten. Mit den drei B’s ist ein Neuanfang nicht möglich. Herr Blocher, Herr Berlusconi, Herr Bossi: Es geht auch ohne Sie. Und zwar besser. (Heiner Hug)

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