23. Oktober 2011, 21:27, Jürg Schoch
Zu den eidgenössischen Wahlen 2011
Von Jürg Schoch
Die Pole schmelzen – die Mitte wächst: Dies ist das Fazit der Wahlen 2011. Gewonnen hat allerdings nicht die traditionelle und reichlich verkrustete Mitte aus FDP und CVP, sondern jene neue aus den Jungparteien BDP und Grünliberalen. Eine neue, frische Mitte kann der Schweiz nur nützen.(Mehr...)
23. Oktober 2011, 08:38, Bernard Imhasly
Mädchen werden in Indien oft abgetrieben
Von Bernard Imhasly, Mumbai
Diwali, die indische Weihnacht steht vor der Tür. Doch bevor uns dieses Multipack von Lichtfest, Knallkörpern und Geschenkflut von Sinnen bringt, freue sich die Hindu-Frauen auf das Fest von ‚Karva Chauth‘.(Mehr...)
22. Oktober 2011, 20:00, Arnold Hottinger
Abdel Hakim Belhadj - ein schillernde Figur im neuen Libyen
Von Arnold Hottinger
Er hat in Afghanistan gekämpft, in Libyen eine islamistische
Kampfgruppe gegen Ghadhafi angeführt, bei den Taleban Zuflucht
gefunden. Dann ist er von den Amerikanern und Engländern gefangen,
gefoltert und nach Libyen ausgeliefert worden. Sechs Jahre Folter und
Einzelhaft, Amnestie, siegreicher Kriegskommandant gegen Ghadhafi -
eine künftige Führungsfigur im neuen Libyen?(Mehr...)
22. Oktober 2011, 09:08, Kurt Spillmann
Herman Cain mit "simplen, gefährlichen Vorstellungen"
Es sei erstaunlich, dass "der extreme Kapitalismus, der jetzt einen kolossalen Kollaps erlitten hat", bei vielen Amerikanern nicht zu einem ideologischen Umdenken geführt hat. Dies erklärt Kurt R. Spillmann, emeritierter Professor für Sicherheitspolitik und Konfliktforschung an der ETH Zürich, in einem Gespräch mit "Journal 21".(Mehr...)
22. Oktober 2011, 08:17, Journal21
Syriens Volk scheint am Ende – und seine Vertreter am Anfang
Von Mona Sarkis
Vor sieben Monaten brach der syrische Aufstand aus, sechs Monate später bildeten sich endlich zwei Oppositionslager heraus. Nun machen sie viel Lärm – vor allem im Kampf gegeneinander.(Mehr...)
22. Oktober 2011, 08:09, Christian Campiche
Bhumibol, le monarque le plus helvétique de la planète.
Von Christian Campiche, La Méduse
Le roi Bhumibol de Thaïlande n’est pas vraiment un souverain comme les autres. Plus ancien chef d’Etat en exercice au monde – il règne depuis 65 ans ! -, il est considéré comme un dieu par ses sujets. Pourtant ce roi manifeste un profond respect pour la Suisse et ses institutions, héritage d’un séjour de 18 ans à Lausanne, de 1933 à 1951.(Mehr...)
20. Oktober 2011, 11:14, Arnold Hottinger
Militärische Gewalt oder Integration?
Von Arnold Hottinger
Die PKK hat in den letzten Tagen ihre Angriffe auf türkische Ziele in der Grenzregion zum Irak verschärft. In der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober hat sie an verschiedenen Stellen in mehreren Gefechten an der Grenze den Tod von 26 türkischen Soldaten verursacht.(Mehr...)
20. Oktober 2011, 10:57, Marco Belpoliti
Die Unterleibchen von Bossi, Mussolini, Craxi etc.
Von Marco Belpoliti, doppiozero
Umberto Bossi è il politico dei gesti: il dito medio, la mossa dell’ombrello, la pernacchia, o il gimme five!, “dammi cinque”, tipico dei giocatori americani.(Mehr...)
19. Oktober 2011, 10:30, Heiner Hug
Berlusconi und die Katholiken
Von Heiner Hug, Rom
Die Männer sitzen im Halbkreis. Eine Nonne tritt auf, attraktiv, sexy. Sie tanzt und öffnet langsam ihre Robe. Die Männer in der Villa Arcore in Mailand freuen sich.(Mehr...)
19. Oktober 2011, 06:54, Journal21
Endspurt in der Vorwahlperiode
Von Arnold Hottinger
Nächsten Sonntag wird Tunesien wählen. Man kann sagen: zum ersten Mal in der Geschichte des Landes in wirklichen Wahlen. "Gelenkte" Wahlen hat es schon oft früher gegeben.(Mehr...)
19. Oktober 2011, 06:35, Reinhard Meier
Faulheit oder Resignation - schlecht für die Demokratie
Von Reinhard Meier
Laut Prognosen wird die Stimmbeteiligung bei den eidgenössischen Parlamentswahlen vom Sonntag unter 50 Prozent liegen – wie gehabt in den letzten 30 Jahren. Ein Armutszeichen, nicht für die Demokratie, sondern für die Nichtwähler. Bis zum Sonntag könnte man das noch korrigieren.(Mehr...)
17. Oktober 2011, 08:55, Ulrich Meister
Erfolg der sozialistischen Primärwahlen
Von Ulrich Meister, Paris
Mit über 56 Prozent der Stimmen hat François Hollande in der zweiten Runde der sozialistischen Primärwahlen gegen Martin Aubry, die nur knapp über 43 Prozent erreichte, klar gewonnen.(Mehr...)
Nach dem Koptenmasaker in Kairo
15. Oktober 2011, 19:13, Arnold Hottinger
Rettungsversuche durch Meinungsmanipulation
Von Arnold Hottinger
Das Koptenmassaker in der Nacht vom 9. auf den 10.Oktober, das sich im
Zentrum von Kairo abspielte, hat die gesamte ägyptische
Übergangspolitik, die auf eine Demokratie hinzielt, in Schieflage
gebracht.(Mehr...)
15. Oktober 2011, 18:59, Pierre Simonitsch
Ein Blick hinter die Bühne des diplomatisch-bürokratischen Manövrierns
Von Pierre Simonitsch, Genf
Unter grosser Anteilnahme der Medien beantragte Palästinenserführer Mahmud Abbas am 23. September formell die Aufnahme des „Staates Palästina“ in die Vereinten Nationen. Seither ist es um den Antrag still geworden. Er ist in den Mäandern des Sicherheitsrats verschwunden.(Mehr...)
14. Oktober 2011, 13:32, Heiner Hug
Der Premier gewinnt die 51. Vertrauensabstimmung – das Land ist gelähmt
Von Heiner Hug, Rom
Italiens Ministerpräsident Berlusconi hat am Freitagmittag die 51. Vertrauensabstimmung gewonnen. Doch die Regierung ist ausgebrannt und wirkt verzweifelt. Die nächste Krise steht bevor. Die Financial Times am Freitag: „Silvio time to go“.(Mehr...)
13. Oktober 2011, 14:04, Roger Bernheim
"Ihr Europäer wollt immer gleich eine Antwort haben"
Von Roger Bernheim
In Benares sass ich zwischen Pilgern und Leichen am Ufer des Ganges, schaute dem Ritual der Betenden zu und fragte mich: Was ist es, das einen Menschen dazu drängt zu glauben? Zu glauben etwa, dass dieses schmutzigste aller Wasser zugleich das heiligste sei, oder dass ein Gebet an eine Holzschnitzerei Hilfe bringen könnte. Was ist es?(Mehr...)
12. Oktober 2011, 18:33, Gastkommentar
Nationalrat (SP/SH) über die südeuropäische Schuldenkrise
Die Macht der Märkte brechen
Die südeuropäischen Mitgliedsländer der EU werden von hohen Schuldenbergen beinahe erdrückt. Diese Schulden haben sie teilweise selbst angehäuft durch Misswirtschaft, zu einem erheblichen Teil sind sie aber die Folge der grossen Finanzkrise, die vor vier Jahren durch die gigantischen Spekulationen der Banken ausgelöst wurde. Die kriselnden Staaten auferlegen die notwendigen Sanierungsmassnahmen ihren Angestellten durch Lohnkürzungen und Entlassungen, ihren Pensionierten durch Rentenkürzungen, ihrer Bevölkerung durch Steuererhöhungen. Die von den abzockenden Bankern versalzene Suppe hat nun also das Volk auszulöffeln. Dabei muss man nicht Volkswirtschaft studiert haben um zu wissen, dass diese Massnahmen die Krise eher verschärfen als mildern, weil sie die Kaufkraft der Bevölkerung schmälern und damit auch noch die Binnenwirtschaft schädigen.
Es ginge auch anders, und man fragt sich schon, warum ausgerechnet hier und jetzt das sonst so viel beschworene Verursacherprinzip nicht zur Anwendung gelangt (Eigenverantwortung!!!) . Die Kosten der Krisenbewältigung müssten nämlich jenen auferlegt werden, die schuld sind an den Schulden - den Spekulanten. Wie das ginge, hat das EU-Parlament berechnet und der Kommission beantragt. Das Zaubermittel heisst Finanztransaktionssteuer. Sie setzt an beim spekulativen Handel mit Wertpapieren und Devisen, dessen Volumen über 50 mal grösser ist als die reale wirtschaftliche Wertschöpfung der ganzen Welt! Sie belegt diese gigantische Summe mit einer minimalen Abgabe von 0,01 bis 0,05 Prozent und erzielt damit einen Steuerertrag von jährlich 200 Milliarden Euro allein in der EU. Weltweit wären es sogar 650 Milliarden Euro. Die Schäden in den Staatskassen wären innert weniger Jahre beseitigt, die Rentensysteme stabilisiert. Anschliessend könnten die Erträge verwendet werden für den Klimaschutz, die Entwicklungszusammenarbeit und die dringend notwendigen Investitionen in die Zukunft (Bildung, Infrastrukturen, Energiewende).
Angesichts der offenkundigen Qualität und Einfachheit dieser Sanierungsmethode bleibt die Frage, warum sie denn nicht eingesetzt wird. Die Antwort ist ebenso einfach: Weil diejenigen, die zahlen müssten, derart viel Einfluss haben auf diejenigen, die entscheiden müssten, dass nicht oder falsch entschieden wird. Die anonyme Macht der Märkte über die Politik ist viel zu gross und zu undurchsichtig. Genau dagegen protestieren die jungen Leute auf der Wallstreet in New York. Sie fordern die Entmachtung der Märkte, Demokratie auch in der Wirtschaft. Sie haben völlig recht.
12. Oktober 2011, 07:29, Willy Schenk
Ein Drittel der Bevölkerung bleibt weiterhin ausgeschlossen
Von Willy Schenk
Der Gewaltsstreich des ehemaligen lettischen Präsidenten Zatlers hat bei den Neuwahlen im September die erhoffte Schlappe für die so genannten Oligarchen gebracht. Allerdings wurde jetzt auch die Partei Harmonie-Zentrum mit den Stimmen der russischsprachigen Minderheit zur mit Abstand grössten Partei, die im Parlament über 31 von 100 Sitzen verfügt.(Mehr...)
12. Oktober 2011, 07:05, Pierre Simonitsch
Ein Drittel der Bevölkerung ist älter als 60
Von Pierre Simonitsch, Schanghai
Wer sich in den Strassen von Schanghai durch die Menschenmassen drängt, erhält den Eindruck, die wirtschaftliche Metropole Chinas sei hauptsächlich von aufgestellten jungen Leuten bewohnt. Doch dieser Eindruck trügt. Schanghai ist eine überalterte Stadt. Bis zum Jahre 2030 werden etwa sechs Millionen Einwohner oder 30 Prozent der Gesamtbevölkerung älter als 60 Jahre sein.(Mehr...)
11. Oktober 2011, 13:18, Arnold Hottinger
Im „klassischen“ Islam dürfen Christen nicht gleichberechtigt sein
Von Arnold Hottinger
24 Tote und 212 Verletzte – das ist die Bilanz der jüngsten Zusammenstösse zwischen koptischen Demonstranten und Sicherheitstruppen. Anschliessend lieferten sich Kopten und Muslime eine Strassenschlacht.(Mehr...)
11. Oktober 2011, 07:15, Heiner Hug
Die Wut der italienischen Jugend
Von Heiner Hug, Rom
“Wir zahlen nicht für eure Misswirtschaft!“ Zehntausende Studenten und Schüler schreien diesen Slogan. Die jetzt erwachende Jugendrevolte kommt zu einer Zeit, in der sich der „Berlusconismus“ in Liquidation befindet.(Mehr...)
11. Oktober 2011, 07:14, Journal21
Ein Online-Lexikon afrikanischer Autorinnen und Autoren
In der westlichen Welt sind afrikanische Autoren noch wenig präsent. Heinz Hug, Deutschlehrer und Journalist, leistet nun einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der afrikanischen Literatur. In jahrelanger Kleinarbeit hat er eine Art Online-Lexikon über afrikanische und arabische Autoren erstellt. Journal 21 verlinkt dieses Lexikon.(Mehr...)
10. Oktober 2011, 07:24, Bernard Imhasly
200 Millionen oder 1'000 Millionen?
Von Bernard Imhasly, Mumbai
Als ich 1990 mit meiner Indien-Berichterstattung begann, musste ich meine Leser überzeugen, dass in Indien nicht nur arme Menschen leben; siebzehn Jahre später musste ich ihnen sagen, dass es hier nicht nur Reiche gibt. Dies könnte eine schöne Parabel über die Reise eines Landes von tiefer Armut zu relativem Wohlstand sein.(Mehr...)
09. Oktober 2011, 08:00, Heiner Hug
Frankreich, der Präsident, seine Freunde und die Dunkelmänner der Nation
Von Hans Woller, Paris
Geldumschläge aus dem Hause Bettencourt für Politiker, ein Oberstaatsanwalt, der gegen das Gesetz verstossen hat und Journalisten bespitzeln liess und der, wie der Chef der Nationalen Polizei und der des Nachrichtendienstes vor einem Richter erscheinen muss – und dann eine Reihe von dunklen Mittelsmännern, Meister im Einkassieren von Provisionen, im Umgang mit Offshore-Konten und im Tragen von Geldkoffern.(Mehr...)
07. Oktober 2011, 09:36, Arnold Hottinger
Die Gräben werden immer tiefer
Von Arnold Hottinger
Das Ringen um die Macht in Syrien spielt sich nicht nur auf den Strassen ab. Es wird auch in den schärfsten Tönen über die Medien geführt.(Mehr...)
06. Oktober 2011, 21:57, Journal21
Welche Rechte hat die zukünftige Verfassungsversammlung?
Von Arnold Hottinger
Tunesien ist in die Vorwahlperiode eingetreten. Die Wahlkampagne für eine Verfassungsversammlung wird unter ungewöhnlichen Bedingungen geführt. Sie sind durch die politischen Entwicklungen der Übergangsperiode nach der Revolution bedingt.(Mehr...)
05. Oktober 2011, 06:41, Stephan Wehowsky
Zwischen Volkswillen und Demagogie
Von Stephan Wehowsky
Populistische Bewegen lassen Alarmglocken schrillen: Werden die mühsam errichteten politischen Systeme blindlings zertrampelt? Triumphiert das Irrationale, während wir doch mehr - anstatt weniger - Vernunft in der Politik brauchen?(Mehr...)
05. Oktober 2011, 06:30, Helmut Scheben
Eine kleine Mythologie zum Thema Libyen
Von Helmut Scheben
Die alten Polit-Mythen sind plözlich wieder da: hundertmal als gefährlich und falsch entlarvt, sind sie gleichwohl unzerstörbar. Sie sind stärker als jede Vernunft. Und sie waren stets probate Mittel, um Gründe für einen Angriffs-Krieg zu finden, - sei es in Afghanistan, im Irak oder in Libyen.(Mehr...)
02. Oktober 2011, 07:00, Marco Belpoliti
Berlusconi streichelt Bossi
Von Marco Belpoliti, doppiozero
Che cos’è una carezza? Una dimostrazione d’affetto compiuta con atti e con parole. Meglio: un particolare gesto della mano che sfiora le membra della persona amata. Così in Machiavelli. Viene da “caro”: colui o colei che suscita sentimenti, antica radice indoeuropea.(Mehr...)
01. Oktober 2011, 07:25, Arnold Hottinger
Ein amerikanischer Journalist verbringt zwei Monate heimlich in Syrien
Von Arnold Hottinger
In Syrien gibt es einen bewaffneten Widerstand. Das macht eine neue Reportage-Serie deutlich, die der 1977 in New York geborene amerikanische Journalist Nir Rosen jetzt veröffentlicht. Rosen hat fast zwei Monate in Syrien verbracht und dort mit zahlreichen Oppositionsführern Kontakt aufgenommen.(Mehr...)