Banken schwimmen in Gratisgeld von den Notenbanken. Die Bonus-Raffgier der oberen 10 000 Mitarbeiter hat sich vom Geschäftsergebnis völlig abgekoppelt. Selbst der bösartigste Bankenkritiker könnte sich das UBS-Modell, 2,5 Milliarden Verlust gleich 2,5 Milliarden Bonus, nicht ausdenken. Aber unermüdlich wird wiederholt, dass man aus Fehlern der Vergangenheit gelernt habe. Das Wichtigste bei Geldgeschäften, das Vertrauen der Kunden, wiedererlangen wolle, transparenter geworden sei. Worte ohne Wert. Bereits zweimal, 2006 und Ende 2012, hat das oberste Schweizer Gericht glasklar geurteilt, dass jede Form von Rückvergütung, also Kommissionen, Retrozessionen, Kick-backs usw. dem Kunden auszuweisen und auszuhändigen sei. Aber wie reagieren die meisten Banken? Sie sagen: Pfeif drauf. Sie lassen Kunden im Kleingedruckten versteckte Geschäftsbedingungen unterschreiben, dass sie darauf «freiwillig» verzichten. Sie erfinden eine Verjährungsfrist für solche Forderungen von fünf Jahren. Sie sagen: Wenn dir das nicht passt, klag uns doch nochmal ein. Dann sehen wir uns vier Jahre und Zehntausende Franken Gerichtskosten später nochmals vor dem Bundesgericht wieder. Ist Widerstand zwecklos? Nein. Öffentlicher Druck und juristische Schritte wirken. Wie ubs-opfer.ch beweist. Denn dann fangen Banken an, den Reputationsschäden zu berechnen, auch dafür gibt es Formeln. Und tun, was sie am meisten schmerzt: Sie geben Geld zurück. Das ihnen nicht gehört. Obwohl das gegen ihre Raison d’être verstösst. (René Zeyer)
Damals, an einem 7. August
Geburt von Mata Hari – Wahlrecht für US-Schwarze – Al Qaida-Attentate in Afrika usw.
Es geschah an einem 7. August
1867: Geburt von Emil Nolde, deutscher Maler.
1876: Geburt von Mata Hari, niederländische Spionin und Tänzerin.
1883: Geburt von Joachim Ringelnatz, deutscher Schriftsteller.
1900: Tod von Wilhelm Liebknecht, Mitbegründer der SPD.
1941: Tod von Rabindranath Thakur (Britisch-Indien), Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1913).
1965: In den USA erhalten die Schwarzen definitiv das Wahlrecht.
1977: Tod von Paul Chaudet, Schweizer Bundesrat von 1954 - 1966 (Waadt/FDP).
1987: Peter Schellenberg wird Direktor des Schweizer Fernsehens. Er übt dieses Amt bis Ende 2003 aus.
1998: Al Qaida-Attentate auf die amerikanischen Botschaften in Daresssalam und Nairobi. 200 Menschen sterben.
2009: Der pakistanische Taliban-Führer Baitullah Mehsud wird bei einem US-Angriff getötet.
2011: In Tel Aviv demonstrieren Hunderttausende gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Es ist der grösste soziale Protest in der Geschichte des Landes.






















