Wer jemandem Unrecht getan hat, sollte sich entschuldigen und/oder eine Entschädigung leisten. Im Falle der Verdingkinder und anderer Opfer administrativer Zwangsmassnahmen hat Frau Sommaruga dies unlängst im Namen des Bundesrates getan: Sie hat sich entschuldigt, von finanzieller Entschädigung hingegen wollte sie nichts wissen und schlug stattdessen einen Runden Tisch vor. Davon wiederum halten die ehemaligen Verdingkinder wenig. Zu lange warten sie schon. Jetzt wollen sie nicht nur symbolische Gesten, jetzt wollen sie Taten sehen. Und das heisst: Geld, auch wenn Geld seinerseits nach all den Jahren nicht viel mehr als symbolische Bedeutung haben kann. Erlittenes Leid lässt sich nicht mit Geld aufwiegen. Aber es bedeutet Anerkennung: Anerkennung des Unrechts und Anerkennung geleisteter Arbeit. Behörden und Gesellschaft haben jahrzehntelang von der Ausbeutung dieser Kinder profitiert. Nun wäre es an der Zeit, denen, die noch leben, zurückzugeben, was ihnen zusteht. Irland hat 1,28 Milliarden Euro an ehemalige Heimkinder bezahlt. Die Schweiz sollte sich an Irland ein Beispiel nehmen. (Klara Obermüller)
Damals, an einem 27. Juni:
Abriss der Basler Stadtmauer - Durchtrennung des Eisernen Vorhangs, Haftbefehl gegen Ghadhafi
Es geschah an einem 27. Juni
1574: Tod von Giorgio Vasari, Hofmaler, Biograf florentinischer Künstler.
1806: Britische Truppen erobern das von Spanien gehaltene Buenos Aires.
1848: Tod von Heinrich Zschokke, Schriftsteller, Politiker.
1857: Die Transvaal-Republik erklärt die Unabhängigkeit.
1859: Der Basler Grossrat beschliesst den Abriss der Stadtmauer.
1905: Meuterei auf dem Panzerkreuzer Potemkin. Das Ereignis wird später von Sergei Eisenstein verfilmt.
1966: In Argentinien übernimmt das Militär die Macht.
1977: Joseph Ratzinger wird Kardinal.
1980: "Massaker von Palmyra". In einem Gefängnis in der syrischen Wüstenstadt Palmyra/Tadmur werden etwa 1000 Gefangene, die ohne Gerichtsurteil eingekerkert wurden, massakriert. Geleitet wurde die Aktion von Rifaat al-Asad, dem Bruder von Präsident Hafez al-Asad.
1989: Symbolische Beseitigung des Eisernen Vorhangs. Der österreichische Aussenminister Alois Mock und sein ungarischer Amtskollege Gyula Horn durchschneiden den Stacheldrahtzaun an der österreichisch-ungarischen Grenze.
2007: Tony Blair tritt zurück, Nachfolger wird Gordon Brown.
2011: Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag stellt gegen Muammar al-Ghadhafi sowie seinen Sohn und seinen Schwager einen Haftbefehl aus. Ihnen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.






















