In diesen Tagen begeht man den 200. Geburtstag eines der Grossen der Musikgeschichte. Richard Wagner wird gefeiert. Nur zu gerne lässt man sich von seiner Musik berauschen: ein Genie, nichts weniger. Ein Genie, leider, das uns einen Stachel ins Fleisch treibt. Wagner war ein notorischer Antisemit. Blättert man in seiner Schmähschrift „Das Judenthum in der Musik“, mit der er sich ein Leben lang gebrüstet hat, kann es einem schlecht werden. Kein Zweifel: Das Genie Wagner ist als Mensch mit derartigen Überzeugungen verachtenswert. Den Zwiespalt, Musik zu geniessen, die ein Verachtenswerter komponiert hat, wird man nicht los. Ein ethisch-ästhetisches, ein unlösbares Problem: weder kann man Wagners Antisemitismus kleinreden oder verzeihen, noch liesse sich beweisen, dass dieser Dreck seine Musik vergiften würde. Wie gehen die Regisseure seiner Opern mit dem Konflikt um? Der eine, Burkhard C. Kosminski in Düsseldorf, macht aus Tannhäuser einen Nazi, der Juden erschiesst. Eine Provokation von seltener Einfältigkeit. Sie hat ein paar Besucher buchstäblich krank gemacht und den Intendanten des Theaters dazu bewogen, die Aufführung abzusetzen. Der andere, Hans Neuenfels, der in Zürich eine Aufführung über das Leben des Komponisten inszeniert, kennt das Dilemma, wenn er in einem Interview von dem „grässlichen Etwas“, vom „verbrecherischen Punkt“ in Wagners Biografie spricht - und dann meint, Wagner mit den Nazis gleichzusetzen sei für ihn „absolut indiskutabel“. (Christoph Kuhn)
Damals, an einem 26. Juni:
Die UNO entsteht - "Ich bin ein Berliner" - Entschlüsselung des Genoms
Es geschah an einem 26. Juni
1529: Erster Kappeler Landfrieden. Friedensvertrag zwischen den reformierten und katholischen Orten nach dem ersten Kappelerkrieg.
1541: In Lima wird der spanische Eroberer Francisco Pizarro ermordet.
1810: Tod von Louis d'Affry. Nach dem Ende der "Helvetischen Republik" tritt die Mediationsakte in Kraft. Napoléon ernennt den Freiburger d'Affry 1803 zum ersten "Landammann der Schweiz". Bis zu seinem Tod verteidigt er die schweizerische Neutralität.
1822: Geburt von Jakob Dubs, Schweizer Bundesrat von 1861 - 1872 (Zürich(FDP).
1882: Geburt von Pearl S. Buck, amerikanische Nobelpreisträgerin für Literatur. Preisverleihung 1938.
1908: Geburt von Salvador Allende.
1945: Die UNO-Charta wird unterzeichnet, damit entsteht die UNO.
1948: Beginn der Berliner Luftbrücke.
1960: Madagascar löst sich von Frankreich und wird unabhängig.
1963: John F. Kennedy in Berlin: „Ich bin ein Berliner“.
1966: In Basel-Stadt wird das Frauenstimmrecht eingeführt.
1969: Beginn des „Fussballkrieges“ zwischen Honduras und El Salvador.
1974: In Ohio wird erstmals der Strichcode eingeführt.
1977: Letztes Konzert von Elvis Presley in Indianapolis.
1997: Das erste Harry Potter-Buch erscheint.
2000: In Anwesenheit von Präsident Bill Clinton verkünden Forscher die Entschlüsselung des Genoms, des menschlichen Erbgutes.
2006: Bär Bruno, JJ1, wird in Bayern erschossen.
2011: Der bekannte chinesische Bürgerrechtler Hu Jia ist nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen worden. Hu wurde 2008 wegen sogenannter «Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt» verurteilt.






















