Banken schwimmen in Gratisgeld von den Notenbanken. Die Bonus-Raffgier der oberen 10 000 Mitarbeiter hat sich vom Geschäftsergebnis völlig abgekoppelt. Selbst der bösartigste Bankenkritiker könnte sich das UBS-Modell, 2,5 Milliarden Verlust gleich 2,5 Milliarden Bonus, nicht ausdenken. Aber unermüdlich wird wiederholt, dass man aus Fehlern der Vergangenheit gelernt habe. Das Wichtigste bei Geldgeschäften, das Vertrauen der Kunden, wiedererlangen wolle, transparenter geworden sei. Worte ohne Wert. Bereits zweimal, 2006 und Ende 2012, hat das oberste Schweizer Gericht glasklar geurteilt, dass jede Form von Rückvergütung, also Kommissionen, Retrozessionen, Kick-backs usw. dem Kunden auszuweisen und auszuhändigen sei. Aber wie reagieren die meisten Banken? Sie sagen: Pfeif drauf. Sie lassen Kunden im Kleingedruckten versteckte Geschäftsbedingungen unterschreiben, dass sie darauf «freiwillig» verzichten. Sie erfinden eine Verjährungsfrist für solche Forderungen von fünf Jahren. Sie sagen: Wenn dir das nicht passt, klag uns doch nochmal ein. Dann sehen wir uns vier Jahre und Zehntausende Franken Gerichtskosten später nochmals vor dem Bundesgericht wieder. Ist Widerstand zwecklos? Nein. Öffentlicher Druck und juristische Schritte wirken. Wie ubs-opfer.ch beweist. Denn dann fangen Banken an, den Reputationsschäden zu berechnen, auch dafür gibt es Formeln. Und tun, was sie am meisten schmerzt: Sie geben Geld zurück. Das ihnen nicht gehört. Obwohl das gegen ihre Raison d’être verstösst. (René Zeyer)
Damals, an einem 1. August:
Rütli-Schwur - Victoria wird Königin - Erstbesteigung der Dufour-Spitze
Es geschah an einem 1. August
30 vor Chr.: Marcus Antonius, der Geliebte von Cleopatra, verübt nach seiner Niederlage gegen Octavian Selbstmord. Cleopatra tötet sich 12 Tage später.
1291: Auf der Rütliwiese schwören Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden den Rütlischwur und gründen so die Eidgenossenschaft. So besagt es die Legende.
1464: Tod von Cosimo de Medici, Begründer der Medici-Dynastie.
1834: Grossbritannien verbietet die Sklaverei im gesamten Empire.
1838: Beginn des viktorianischen Zeitalters. Victoria wird britische Königin.
1855: Erstbesteigung der Dufour-Spitze, des höchsten Gipfels der Schweiz.
1891: Zum ersten Mal wird in der Schweiz der 1. August gefeiert.
1891: Geburt von Karl Kobelt, Schweizer Bundesrat von 1940 - 1954 (St. Gallen/FDP).
1911: Tod von Konrad Duden, Duden-Gründer.
1914: Deutschland erklärt Russland den Krieg.
1936: Geburt von Yves Saint Laurent, Modeschöpfer.
1945: In Deutschland erscheint die Frankfurter Rundschau.
1948: Die ersten Ausgaben des „stern“ und der „Welt am Sonntag“ erscheinen.
1956: Als letztes Land in Europa führt Belgien die Fahrprüfung für Autofahrer ein.
1975: Die KSZE wird gegründet. Die Schlussakte wird in Helsinki unterzeichnet.
1985: Tod von Alois Carigiet, Schweizer Künstler.
1998: Die deutsche Rechtschreibereform tritt in Kraft.
2000: Auf dem Rütli stört eine Gruppe von Skinheads die 1. August-Ansprache von Bundesrat Villiger mit lauten Buhrufen.
2003: Marie Trintigniant, französische Schauspielerin, wird von ihrem Freund getötet.
2004: In Asuncion in Paraguay brennt ein Supermarkt: Hinter den verschlossenen Türen sterben 215 Menschen.
2006: Die reformierte deutsche Rechtschreibereform tritt in Kraft.
2006: Tod von Corazon Aquino, philippinische Staatspräsidentin.






















