27. August 2012, 15:33, Peter Achten
Der Übergang zum Chauvinismus ist fliessend
Von Peter Achten, Peking
Für Europäer kaum wahrnehmbar hat sich das Schwergewicht der Welt in den letzten vierzig Jahren langsam vom atlantischen in den pazifischen Raum verschoben.(Mehr...)
29. April 2012, 08:59, Annick Stevenson
Japan auf der Suche nach ausländischen Touristen
Par Annick Stevenson, Tokyo
Du 11 mars au 30 avril, une vaste campagne de remerciements destinée aux étrangers a été lancée par l'agence du tourisme japonaise. Les encourager à venir plus nombreux durant les années à venir, tel est son objectif.(Mehr...)
28. März 2012, 10:07, Harald Kleinschmidt
Ex-Regierungschef Kan über die frühere Unterdrückung der Atomkraftgegner
Von Harald Kleinschmidt
Japans ehemaliger Ministerpräsident Naoto Kan stellt klar: Die Bewegung der Atomkraftgegner wurde jahrzehntelang unterdrückt. Doch das ist jetzt vorbei. Zurzeit ist in Japan nur noch einer von ehemals 54 Atommeilern in Betrieb.(Mehr...)
15. September 2011, 05:09, Harald Kleinschmidt
Wie Japan mit der Atomkatastrophe lebt
Von Harald Kleinschmidt, Tokio
„Nie wieder Hiroshima!“ war für mehr als 60 Jahre die kämpferische Forderung der Atmomwaffengegner. „Nie wieder Fukushima!“ hat seit sechs Monaten die Gemeinde der Gegner der zivilen Nutzung der Atomenergie zu ihrem Auftrag deklariert. Die Gemeinde wächst schnell.(Mehr...)
25. August 2011, 06:30, Harald Kleinschmidt
Ein historischer Rückblick auf die Mission von Commodore Perry
Von Harald Kleinschmidt, Tokyo
Überall kann man lesen, Japan sei 1854 "durch die Mission des Amerikaners Perry „geöffnet" worden. Doch die Zeitgenossen sahen es anders.(Mehr...)
11. Juni 2011, 07:26, Annick Stevenson
Un incroyable esprit civique
Par Annick Stevenson
Trois mois se sont écoulés depuis la catastrophe d'ampleur exceptionnelle qui a frappé le Japon le 11 mars 2011. Aujourd'hui, le traumatisme est encore très présent, mais les Japonais, bien que très critiques envers leur gouvernement, semblent déterminés à redresser leur pays, et démontrent un incroyable esprit civique. Tandis qu'un changement s'amorce dans les attitudes, et les valeurs.(Mehr...)
06. Mai 2011, 16:07, Gastkommentar
Nationalrätin (CVP/ZH) über "Ver-rückt"
Wir schauen immer noch mit Entsetzen und Mitgefühl nach Japan. Am 11. März - wieder einmal war es der 11. des Monates - wurde die Erde in Japan erschüttert. Das viertstärkste je registrierte Erdbeben verursachte Tausende von Toten, zerstörte ganze Städte und wichtigste Infrastrukturen. Und das Unmögliche trat ein, die Tsunami-Flutwelle löste eine atomare Katastrophe aus. Warum haben die Japaner es zugelassen, sechs Reaktoren direkt an die äusserst gefährdete Pazifikküste zu bauen?
Doch ein Ereignis hat mich als Naturwissenschafterin und Geologin ganz besonders aufgerüttelt. Durch die vom Erdbeben ausgelösten enormen Massenverschiebungen wurde die Erdachse um 10 Zentimeter ver-rückt. Für die Wissenschaftsgemeinschaft ist dies ein Ereignis, das zeigt, welch gewaltige Kräfte im Innern der Erde vorhanden sind. Die Energie der Erde ist stärker als alle Kräfte der Menschheit.
Dies ist für mich ein wichtiges Signal. Es sollte uns zu mehr Vorsicht und Verantwortung gegenüber der Schöpfung anhalten. Denn unsere Gesellschaft ist immer übermütiger geworden. Die freie Natur ist ent-rückt. Kinder und Jugendliche sitzen lieber vor dem Bildschirm und spielen mit I-Pod und Computer. Die technischen Errungenschaften sind zur Selbstverständlichkeit geworden. Eine Spaziergang im Wald, eine Wanderung in den Bergen – wie langweilig.
Eigentlich hätte ich erwartet, dass nach dem 11. März der Elektrizitätsverbrauch in der Schweiz um 20 Prozent sänke. Denn das Sparpotential ist - ohne Einbussen - gross in unserem Land. Verrückt – wie die Erdachse - wurde vor allem aber das Politsystem. Grüne Symbolhandlungen, kaum Verhaltensänderung. Und die Perversion der Rechten: Die 100 000 zugewanderten Arbeitskräfte sollen an allem Schuld sein.
Ich und viele überlegte Kräfte in der CVP haben sich immer für Respekt, erneuerbare Energien und Klimaschutz eingesetzt. Die politischen Extreme sind lauter. Doch die zunehmende Polarisierung bringt keine Lösungen für die vielen Herausforderungen, die in der Schweiz anstehen.
Folgen der Fukushima-Katastrophe
21. April 2011, 06:11, Harald Kleinschmidt
In Tokyo und Umgebung müssen 25 Prozent Strom eingespart werden
Von Harald Kleinschmidt
Die Entscheidung duldet keinen Aufschub: entweder werden 25 Prozent Strom eingespart in Tokyo und Umgebung oder der Strom wird planmässig für drei Stunden abgestellt, in fünf Bezirksgruppen nacheinander, der Reihe nach. Wer nicht will, dass nichts mehr geht, muss dafür sorgen, dass es mit weniger geht. Bis zum Sommer ist die Entscheidung fällig.(Mehr...)
04. April 2011, 09:08, Harald Kleinschmidt
Bericht aus der Forschungsstadt Tsukuba, 60 Kilometer nördlich von Tokio
Von Harald Kleinschmidt, Tsukuba
Der deutsche Historiker Harald Kleinschmidt erlebt in der japanischen Stadt Tsukuba, 60 Kilometer nördlich von Tokio, das Erdbeben vom 11. März und vor allem die Realität der AKW-Katastrophe von Fukushima 1 anders, als was er in internationalen Medien darüber liest und hört. Kleinschmidt ist seit 1989 Professor für Geschichte der internationalen Beziehungen an der Universität Tsukuba und Gastdozent an der International University of Japan.(Mehr...)
22. März 2011, 09:29, Journal21
Umdenken bei den Seismologen
Von Simone Ulmer, ETH Zürich
(bt.) Das verheerende Erdbeben vor der Ostküste Japans, inzwischen auf eine Magnitude 9 hochgestuft, war stärker als die Erdbebenfachleute es für diese Region erwartet hatten. Die Seismologen müssen nun ihre Modelle und Gefahrenszenarien in vielen Pazifikregionen grundlegend überdenken – dies hat am Donnerstag der Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes, Domenico Giardini, an einer ETH-Veranstaltung deutlich gemacht. Mit ihrer Einwilligung gibt Journal21 im Folgenden einen Bericht von Simone Ulmer, Redaktorin beim ETH-Online-Portal ETH Life wieder.(Mehr...)
21. März 2011, 13:18, Reinhard Meier
Japans AKW-Katastrophe – auch ein Tummelfeld für ideologische Rechthaber
Von Reinhard Meier
Bundeskanzlerin Merkel und der schweizerische FDP-Präsident Pelli haben angesichts des AKW-Horrors in Japan ihre Positionen zur zivilen Atomenergie revidiert – ohne sich definitiv auf einen Ausstieg festzulegen. Das scheint bei einer Katastrophen-Kaskade, die sich kaum jemand vorstellen konnte, realistisch. Doch die Kritiker wollen nur wahltaktische Manöver erkennen. Auch beim Thema Libyen haben sich manche Urteile als vorschnell entpuppt.(Mehr...)
Schicksalsfragen für die Kerntechnologie
18. März 2011, 16:38, Heidi Blattmann
Nach dem Atom-Desaster in Japan ist ein Nachdenken über die internationale Aufsicht über Atomalagen angesagt
Von Heidi Blattmann
Seit einer Woche sieht die Welt gebannt auf die Katastrophenbilder aus Japan. Noch ist unklar, wie die Tragödie enden wird. Sie wird den Stellenwert der Kernenergie aber auf jeden Fall nachhaltig verändern und könnte auch eine neue Diskussion über den Atomsperrvertrag auslösen.(Mehr...)
17. März 2011, 10:28, René Zeyer
Kommt es auch in der Finanzwelt wieder zu einer Kernschmelze?
Von René Zeyer
Menschliches Elend, Erdbeben und Tsunami, dazu ein AKW-GAU in der drittgrössten Wirtschaftsmacht der Welt: Da geraten auch die Börsen ins Hyperventilieren. Auf dem freien Markt der Meinungen ist alles zu haben: Warnungen vor dem bevorstehenden Untergang Japans und optimistische Szenarien. In Trümmern liegen aber mal wieder alle Modelle der Berechenbarkeit der Zukunft der Finanzmärkte mit mathematischen Formeln.(Mehr...)
15. März 2011, 12:11, Stephan Wehowsky
Mitgefühl und Trauer kommen in den Medien kaum vor
Von Stephan Wehowsky
Das Zusammenspiel von Natur- und Technikkatastrophen in Japan trifft die gesamte Zivilisation ins Mark. Die Annahme, dass der technische Fortschritt im Prinzip immer bessere Lebensbedingungen schaffen würde, gilt nicht mehr. Die Menschheit ist verletzlicher, als selbst Pessimisten sich das haben vorstellen können.(Mehr...)
Nachhaltige Schockwellen rund um die Welt
13. März 2011, 15:28, Heidi Blattmann
Eine Katastrophe, die die Zukunft der Kernenergie auch bei uns nachhaltig beeinflusst
Von Heidi Blattmann
Gut zwei Tage, nachdem ein verheerendes Erdbeben vor der Ostküste Japans unglaubliches Leid über das Land gebracht hat, kann über das Ausmass der Zerstörung erst gemutmasst werden.(Mehr...)
23. Dezember 2010, 07:47, Peter Achten
"Die Situation bleibt kompliziert und delikat"
Von Peter Achten
Nach 94 Minuten genau stellten die südkoreanischen Militärs das Artillerie-Feuer ein. Das Manöver im Gelben Meer nahe der umstrittenen Insel Yeonpyeong war beendet, dort wo im November überraschend nordkoreanisches Artilleriefeuer niederging und zwei Soldaten und zwei Zivilisten ihr Leben verloren.(Mehr...)